Bitpanda bringt Krypto in Banking-Apps: bulgarische Fibank kommt dazu

Bitpanda bringt Krypto in Banking-Apps: bulgarische Fibank kommt dazu

Bitpanda liefert künftig die Krypto-Infrastruktur für die Banking-App der bulgarischen Fibank, die mehr als eine Million Kunden hat. Starten soll der Dienst Anfang 2027. Es ist die dritte Bankenkooperation, die die Plattform innerhalb weniger Wochen bekannt gibt – nach einer Rahmenvereinbarung mit der Raiffeisen Bank International und dem Start des Krypto-Handels bei der BW-Bank.

Bitpanda hat am 7. Oktober 2026 eine Kooperation mit der bulgarischen First Investment Bank bekannt gegeben, die unter dem Namen Fibank auftritt. Bitpanda Enterprise, der Geschäftskundenbereich von Bitpanda, stellt die Infrastruktur bereit, mit der Kunden direkt aus der Banking-App My Fibank in digitale Vermögenswerte investieren können. Der Dienst soll der Ankündigung zufolge Anfang 2027 starten und den mehr als eine Million Kunden der Bank offenstehen. Die Krypto-Dienstleistung selbst erbringt ausschließlich Bitpanda; Fibank stellt den Vertriebskanal.

Nadeem Ladki, Global Head von Bitpanda Enterprise, sagt, digitale Vermögenswerte würden Teil des regulären Finanzwesens, und Banken spielten dabei eine zentrale Rolle. Fibank-Chef Nikola Bakalov erklärt, es sei für My Fibank wichtig, sich gemeinsam mit den Kunden weiterzuentwickeln. Welche Kryptowerte verfügbar sein werden, welche Gebühren gelten und wie der Rollout genau abläuft, wurde nicht mitgeteilt.

Es ist die dritte Ankündigung in kurzer Zeit, in der Bitpanda als technischer Dienstleister hinter einer Bank auftritt. Am 23. September machte die österreichische Raiffeisen Bank International eine Rahmenvereinbarung mit Bitpanda für Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte in ihrem Netzwerk in Zentral- und Osteuropa öffentlich, das rund 18 Millionen Kunden bedient. Eine solche Rahmenvereinbarung bedeutet nicht, dass der Dienst überall live geht: Die einzelnen Banken entscheiden selbst über Angebot und Zeitplan.

In Deutschland ist ein vergleichbares Modell bereits im Einsatz. Die BW-Bank, die Privatkundenmarke der Landesbank Baden-Württemberg, öffnete am 9. September den Handel mit ausgewählten Krypto-Assets für ihre Privatkunden. Gehandelt wird über das bestehende Wertpapierdepot, wobei Bitpanda Handel, Verwahrung und Technik übernimmt. Damit wurde eine Zusammenarbeit, die zuvor nur Geschäftskunden betraf, auf Privatkunden ausgeweitet.

Für Nutzer ist vor allem die Rollenverteilung relevant. In diesem Modell ist die Bank der Vertriebskanal, während Bitpanda die Krypto-Dienstleistungen erbringt und dafür unter MiCAR zugelassen ist. Neben Fibank nennt Bitpanda unter anderem N26, Société Générale, die Deutsche Börse Group, ausgewählte Raiffeisenbanken, RAKBANK und Onda Finance als Abnehmer seiner Infrastruktur, mit Endkunden in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Lateinamerika.

Für deutsche Nutzer ändert sich durch die bulgarische Kooperation unmittelbar nichts; Bitpanda bleibt hierzulande sowohl direkt als auch über Bankpartner verfügbar. Die Reihe der Ankündigungen zeigt jedoch, dass Krypto zunehmend innerhalb einer Banking-App angeboten wird statt auf einer separaten Plattform. Welches Angebot, welche Kosten und welche Funktionen damit verbunden sind, kann sich je Kanal unterscheiden, auch wenn im Hintergrund derselbe Anbieter steht. Eine Übersicht der in Deutschland verfügbaren Plattformen und ihrer Konditionen findet sich in unserem Vergleich der Krypto-Börsen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden.