Bitvavo streicht Kava, Nano und Ravencoin: Restguthaben werden automatisch in Euro getauscht
Bitvavo hat Kava (KAVA), Nano (XNO) und Ravencoin (RVN) vom Handel genommen. Der Handel mit den drei Kryptowährungen endete am Freitag, 18. September, um 14.00 Uhr CEST. Wer danach noch ein Guthaben hält, bekommt es spätestens am Montag, 28. September, automatisch in Euro ausgezahlt. Für Nano gab es keine Möglichkeit, die Kryptowährung auf eine eigene Wallet zu übertragen.
Die niederländische Kryptobörse Bitvavo unterstützt Kava (KAVA), Nano (XNO) und Ravencoin (RVN) nicht länger. Der Handel mit den drei Kryptowährungen endete am Freitag, 18. September, um 14.00 Uhr CEST. Wer danach noch ein Guthaben in einer dieser Kryptowährungen hält, erhält es spätestens am Montag, 28. September, automatisch in Euro. Angekündigt hatte Bitvavo das Delisting am 8. September im eigenen Hilfezentrum; der Beitrag wurde zuletzt am 17. September aktualisiert.
Nach dem Zeitplan der Börse fielen drei Fristen auf denselben Nachmittag. Um 13.00 Uhr CEST endeten die Einzahlungen in KAVA, XNO und RVN. Um 14.00 Uhr stoppte der Handel, Kaufen und Verkaufen waren damit nicht mehr möglich. Um 15.00 Uhr schlossen die Auszahlungen, allerdings nur für KAVA und RVN. Wer diese beiden Kryptowährungen hielt, konnte sein Guthaben bis dahin auf eine externe Wallet oder eine andere Börse übertragen.
Bei Nano lag der Fall anders. Bitvavo führte XNO als sogenannte Trade-Only-Kryptowährung: Blockchain-Ein- und -Auszahlungen waren dafür nicht aktiviert. Wer Nano hielt, konnte die Position deshalb nur vor Handelsschluss verkaufen oder den automatischen Tausch abwarten. Einen Weg auf eine eigene Wallet gab es nicht.
Beim automatischen Tausch verkauft die Börse die verbliebenen Bestände selbst und schreibt den Erlös direkt dem Euro-Guthaben des Kontos gut. Bitvavo erklärt, den Verkauf mit Sorgfalt auszuführen, garantiert aber weder einen bestimmten Wechselkurs noch einen bestimmten Spread. Zudem weist die Börse darauf hin, dass der Portfoliowert vorübergehend bei null Euro stehen kann: Sobald der Handel stoppt, gibt es keine aktuellen Marktpreise mehr, sodass der geschätzte Wert erst nach der Abwicklung wieder angezeigt wird.
Als Gründe für ein Delisting nennt Bitvavo unter anderem Handelsvolumen und Liquidität einer Kryptowährung, die Sicherheit und Stabilität des Netzwerks oder Contracts, die Aktivität des Projektteams sowie das Interesse der Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform. In vielen Fällen spiegele ein Delisting eher eine verringerte Aktivität oder veränderte Marktbedingungen wider als ein Fehlverhalten. Es handelt sich um eine eigene Entscheidung des Handelsplatzes und nicht um eine Maßnahme einer Aufsichtsbehörde: Bitvavo verfügt als Krypto-Dienstleister über eine MiCA-Lizenz der niederländischen AFM, und diese Lizenz schreibt nicht vor, welche Kryptowährungen eine Plattform anbietet.
Delistings kommen bei europäischen Handelsplattformen regelmäßig vor und werfen jedes Mal dieselbe Frage auf: Was passiert mit einer Position, wenn eine Plattform die Unterstützung für eine Kryptowährung einstellt? Wer wissen möchte, welche Anbieter in Deutschland verfügbar sind und wie sie sich bei Kosten, Angebot und Aufsicht unterscheiden, findet eine Übersicht in unserem Vergleich der Kryptobörsen.
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden; du kannst dein eingesetztes Kapital verlieren.
