Revolut erhält DLT-Lizenz in Gibraltar für neue Krypto-Einheit

Revolut erhält DLT-Lizenz in Gibraltar für neue Krypto-Einheit

Revolut hat über eine neu gegründete Tochtergesellschaft eine DLT-Lizenz der gibraltarischen Aufsichtsbehörde GFSC erhalten. Die Erlaubnis umfasst die Ausführung von Krypto-Orders, die Verwahrung von Krypto-Werten und Staking und soll die internationale Expansion außerhalb des Vereinigten Königreichs und des Europäischen Wirtschaftsraums stützen. Für europäische Nutzer ändert sich nichts: Sie werden von einer separaten Einheit mit MiCA-Lizenz der zyprischen Aufsicht betreut.

Die gibraltarische Aufsichtsbehörde GFSC hat am 19. Oktober eine DLT-Lizenz an Revolut Global Digital Assets Limited erteilt, eine neu gegründete Krypto-Tochter von Revolut. Die Erlaubnis deckt das Weiterleiten und Ausführen von Krypto-Orders, die Verwahrung von Krypto-Werten und das Angebot von Staking ab. Für europäische Nutzer ändert sich zunächst nichts: Die Kryptodienste im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) laufen über eine separate Einheit mit eigener MiCA-Lizenz.

Erteilt wurde die Erlaubnis nach Teil 7 des gibraltarischen Financial Services Act. Das ist der Rahmen, unter dem die Gibraltar Financial Services Commission Anbieter von Distributed-Ledger-Technologie beaufsichtigt. Er erfasst unter anderem zentrale und dezentrale Handelsplattformen, Verwahr-Wallets, Tokenisierungsplattformen, Krypto-Broker sowie DLT-Anbieter für grenzüberschreitende Zahlungen und Abwicklung. Die an Revolut erteilte Lizenz beschränkt sich auf das Ausführen und Weiterleiten von Orders, die Verwahrung und Staking.

Revolut verteilt sein Kryptogeschäft auf mehrere Rechtseinheiten. Kunden im EWR werden von Revolut Digital Assets Europe Ltd betreut, das unter MiCAR auf Grundlage einer Lizenz der zyprischen Aufsicht CySEC arbeitet und diese über Passporting im übrigen EWR nutzt. Britische Kunden fallen unter Revolut Ltd. Gibraltar gehört weder zur EU noch zum EWR, weshalb die neue Lizenz für sich genommen keinen europäischen Marktzugang verschafft.

Nach Angaben von Revolut hat das Unternehmen weltweit mehr als 80 Millionen Privatkunden, von denen über 16 Millionen die Kryptodienste nutzen. Die Lizenz bedeutet nicht, dass diese Dienste automatisch allen diesen Kunden zur Verfügung stehen: Revolut hat nicht mitgeteilt, welche Länder die neue Einheit bedienen soll oder in welchem Zeitraum. Emil Urmanshin, General Manager Krypto bei Revolut, erklärte, die Lizenz entspreche den Compliance-Standards, die das Unternehmen anlege. Die Regierung von Gibraltar teilte zudem mit, dass Revolut die Aufnahme neuer Kunden mit Wohnsitz in Gibraltar vollständig wieder aufgenommen hat.

Für Nutzer der Plattformen in unserer Übersicht hat die Lizenz keine direkten Folgen. Alle Anbieter, die wir vergleichen, verfügen über eine MiCA-Lizenz innerhalb der EU. Eine Lizenz außerhalb der EU sagt nichts über das europäische Angebot eines Anbieters aus, da dafür eine eigene MiCAR-Zulassung und Passporting-Rechte erforderlich sind. Wer Kosten, Bedingungen und die zuständige Aufsichtsbehörde je Anbieter vergleichen möchte, findet diese Angaben in unserer Übersicht der Krypto-Börsen.

Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden; der Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.