Coinbase benennt Base App zurück in Coinbase Wallet und setzt auf Multichain-Handel
Coinbase gibt seiner selbstverwalteten Wallet-App den alten Namen zurück: Aus Base App wird wieder Coinbase Wallet. Gut ein Jahr nach der Umbenennung rückt das Unternehmen von den sozialen Funktionen ab und richtet die App auf den Handel über mehr als zehn Blockchain-Netzwerke aus. Für Nutzerinnen und Nutzer in Europa ist dabei der Unterschied zwischen dieser App und der MiCA-lizenzierten Börse von Coinbase relevant.
Coinbase hat die Umbenennung seiner selbstverwalteten Wallet-App rückgängig gemacht. Die App, die seit Juli 2025 unter dem Namen Base App lief, heißt wieder Coinbase Wallet. Das Unternehmen gab die Änderung am 10. September 2026 bekannt und verlagert den Schwerpunkt der App zugleich von sozialen Funktionen auf den Handel über eine größere Zahl von Blockchain-Netzwerken.
Bei der Einführung als Base App hatte Coinbase das Produkt als umfassende Anwendung präsentiert, die Handel, Zahlungen, Nachrichten, soziale Funktionen und Mini-Apps zusammenführt – mit dem von Coinbase entwickelten Layer-2-Netzwerk Base im Mittelpunkt. Dieser Ansatz fand laut der Berichterstattung über die Ankündigung nicht genügend Zuspruch. Die soziale Komponente tritt damit in den Hintergrund.
Die App unterstützt nach Unternehmensangaben nun mehr als zehn Netzwerke, darunter Monad und Robinhood Chain, und bietet daneben Zugang zu Perpetual Futures, Prediction Markets und tokenisierten Aktien. Coinbase beschreibt die Wallet als Testfeld für Produkte und Vermögenswerte, die nicht zwingend über die zentrale Börse verfügbar sind. Base soll innerhalb der App weiterhin eine prominente Rolle spielen.
Für Nutzer in Deutschland, den Niederlanden und Italien ist die Unterscheidung zwischen beiden Produkten wichtig. Die Börse von Coinbase ist MiCA-autorisiert und unterliegt dem europäischen Aufsichtsrahmen; eine selbstverwaltete Wallet ist eine andere Art von Dienst, bei der die Nutzer ihre Schlüssel selbst verwalten und damit selbst für den Zugang zu ihren Beständen verantwortlich sind. Welche der genannten Bestandteile – Perpetual Futures, Prediction Markets und tokenisierte Aktien – in welchen Ländern verfügbar sind, wurde in der Ankündigung nicht nach Region aufgeschlüsselt. Die Verfügbarkeit solcher Produkte unterscheidet sich in der Praxis je nach Rechtsraum.
Die Umbenennung fügt sich in eine breitere Entwicklung ein, in der europäische und US-amerikanische Handelsplattformen ihr Angebot um tokenisierte Aktien und derivative Produkte erweitern. Wer vergleichen möchte, welche Anbieter in Deutschland aktiv sind und welcher Aufsicht sie unterliegen, findet eine Übersicht in unserem Börsenvergleich.
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit Risiken verbunden.
