Coinbase startet Handel mit Perpetual Futures auf Brent- und WTI-Öl
Coinbase Markets hat am 3. August 2026 den Handel mit Perpetual Futures auf Brent- und WTI-Rohöl aufgenommen. Die Kontrakte haben kein Verfallsdatum, sind rund um die Uhr handelbar und werden in USDC abgerechnet. Zugang haben ausschließlich berechtigte Händler außerhalb der Vereinigten Staaten. Der Start fällt mit einem Rechtsstreit in den USA über die Regulierung dieser Kontraktform zusammen.
Coinbase Markets, die Derivatesparte von Coinbase, hat am 3. August 2026 den Handel mit Perpetual Futures auf Brent- und WTI-Rohöl aufgenommen. Die Kontrakte tragen die Bezeichnungen BRENTOIL-PERP und WTIOIL-PERP. Coinbase Markets kündigte den Start am 30. Juli über seinen offiziellen X-Account an und teilte mit, dass die Märkte am 3. August ab 09:00 UTC öffnen sollten. Die Produkte stehen ausschließlich berechtigten Händlern außerhalb der Vereinigten Staaten offen.
Perpetual Futures unterscheiden sich von klassischen Terminkontrakten dadurch, dass sie kein Verfallsdatum besitzen. Händler müssen eine Position also nicht regelmäßig in einen neuen Kontrakt rollen. Stattdessen zahlen oder erhalten sie in festen Abständen eine Funding-Gebühr – ein Mechanismus, der den Kontraktpreis nah am Basiswert halten soll. Die Ölkontrakte von Coinbase sind 24 Stunden am Tag an sieben Tagen die Woche handelbar und werden in USDC abgerechnet, dem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin.
Brent und WTI sind die beiden meistbeachteten Preisreferenzen für Rohöl. Brent dient als Maßstab für einen großen Teil des in Europa, Afrika und Asien gehandelten Öls, WTI ist die US-amerikanische Benchmark. Mit der Erweiterung dehnt Coinbase sein Derivateangebot von Kryptowährungen auf eine Rohstoffkategorie aus. Laut den vorliegenden Berichten richten sich die Kontrakte vor allem an Händler, die auf Bewegungen der Energiepreise setzen oder sich dagegen absichern wollen.
Der Start fällt mit einem juristischen Konflikt in den Vereinigten Staaten über den Status von Perpetual Futures zusammen. Die Aufsichtsbehörde CFTC hatte Coinbase sowie der Prognosemarkt-Plattform Kalshi zuvor in diesem Jahr erlaubt, derartige Kontrakte in den USA anzubieten. Die Terminbörse CME Group zog daraufhin vor Gericht und argumentiert, die CFTC habe die Kontrakte falsch eingeordnet und gesetzliche Anforderungen für Swaps umgangen. Einen eigenen 24/7-Kontrakt auf WTI-Öl ließ die CFTC nicht im beschleunigten Verfahren zu. Das Verfahren ist noch anhängig.
Für europäische Nutzer ist relevant, dass Derivate wie Futures nicht in den Anwendungsbereich der MiCAR fallen. Die MiCAR regelt Kryptowerte, die keine Finanzinstrumente sind; Derivate werden in der Europäischen Union über MiFID II reguliert und unterliegen damit einem anderen Zulassungsregime als der Handel mit Kryptowährungen selbst. Coinbase verfügt über Coinbase Ireland über eine MiCA-Lizenz für sein Kryptogeschäft im Europäischen Wirtschaftsraum. In welchen Ländern außerhalb der USA die neuen Ölkontrakte konkret verfügbar sind, geht aus der vorliegenden Berichterstattung nicht hervor.
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Der Handel mit Derivaten und Hebelprodukten ist mit erheblichen Risiken verbunden. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
