Kraken arbeitet an einer vollständigen Banklizenz in Europa.

Kraken arbeitet an einer vollständigen Banklizenz in Europa.

Dieser Schritt ist Teil der umfassenderen Strategie des Mutterkonzerns Payward, weltweit weitere Lizenzen zu erwerben. Anfang des Jahres erhielt Kraken Financial als erste Digitalbank Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der US-amerikanischen Federal Reserve.

Laut CoinDesk arbeitet die Kryptobörse Kraken an einer vollwertigen Banklizenz in Europa. Litauen gilt dabei als aussichtsreichster Kandidat. Co-CEO Arjun Sethi gab kürzlich auf der Money 20/20 Europe bekannt, dass Kraken in den kommenden Jahren aktiv weitere Lizenzen anstreben will – sowohl durch die Übernahme bestehender Unternehmen als auch durch eigene Lizenzierungsverfahren.

Sollte Kraken die europäische Banklizenz erhalten, wäre sie die erste große Kryptobörse in Europa mit diesem Bankstatus. Dies könnte den Zugang zu einem breiteren Spektrum an Finanzdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum ermöglichen.

Interessanterweise würde Kraken damit einen ähnlichen Weg wie Revolut beschreiten. Das Fintech-Unternehmen erhielt 2018 von der Bank von Litauen eine spezielle Banklizenz, die es ihm erlaubt, in weiten Teilen Europas Bankdienstleistungen, Kredite und Anlageprodukte anzubieten.

Diese Entwicklung zeigt, wie sich Krypto- und Fintech-Unternehmen zunehmend traditionellen Finanzdienstleistungen und regulierten Infrastrukturen zuwenden.