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Kraken schließt Auszahlungen für 21 gestrichene Token am 27. August, Restbestände werden verkauft

Kraken schließt am 27. August 2026 um 14:00 UTC die Auszahlungen für 21 Kryptowerte, die die Börse aus dem Handel genommen hat. Verbliebene Guthaben verkauft sie anschließend selbst, zwischen dem 1. und dem 5. September. In der Mitteilung weist Kraken darauf hin, dass der Erlös gering ausfallen oder ganz ausbleiben kann, weil die Märkte für diese Token dünn geworden sind. Insgesamt streicht die Plattform 56 Kryptowerte in drei parallel laufenden Zyklen.

Kraken schließt am 27. August 2026 um 14:00 UTC die Auszahlungsmöglichkeit für 21 Kryptowerte, die die Plattform Anfang des Jahres aus dem Handel genommen hat. Wer danach noch ein Guthaben in einem dieser Token hält, überlässt den Verkauf der Börse selbst: Zwischen dem 1. und dem 5. September verwertet Kraken die verbliebenen Bestände, um das Delisting abzuschließen. In der Mitteilung weist das Unternehmen darauf hin, dass der Erlös daraus gering ausfallen oder vollständig ausbleiben kann.

Der Delisting-Zyklus wurde am 14. Mai 2026 angekündigt. Am 29. Mai um 14:00 UTC schaltete Kraken Handel und Einzahlungen für die betroffenen Werte ab; seither konnten sie nur noch abgezogen werden. Betroffen sind AURA, BIT, BOND, BSX, FARM, GARI, K, KET, KINTO, LOBO, MOON, MV, NYM, RAIIN, RHEA, SAROS, SDN, SPC, SPICE, TEA und TEER. Kraken merkt an, dass ein Teil dieser Token ohnehin nicht mehr handelbar war; für diese Werte gilt der Handelszeitplan nicht, alle übrigen Termine bleiben unverändert.

Der Mai-Zyklus ist der erste von dreien, die nebeneinander laufen. Eine Mitteilung vom 18. Juni betrifft vierzehn Token mit einer Auszahlungsfrist am 25. September 2026 und einem Verwertungsfenster vom 28. September bis zum 2. Oktober. Eine dritte Runde vom 28. Juli umfasst 21 Token, deren Handel seit dem 10. August ruht; Auszahlungen bleiben dort bis zum 6. November 2026 möglich, die Liquidation folgt zwischen dem 9. und dem 13. November. Zusammen ergibt das 56 Kryptowerte.

Warum der Erlös enttäuschen kann, erläutert Kraken selbst: Mehrere der betroffenen Werte haben nur noch begrenzte oder inaktive Märkte. Verkaufspreise können deshalb deutlich unter zuletzt gesehenen Referenzkursen liegen, und in einzelnen Fällen führt die Verwertung zu minimalem oder gar keinem Erlös, weil zum Ausführungszeitpunkt zu wenig Liquidität vorhanden ist. Bei TEER liegt der Fall noch spezieller: Nach Angaben von Kraken hat das Projekt seinen Betrieb eingestellt und Transaktionen auf der Blockchain gehen nicht mehr durch, weshalb Handel und Auszahlungen für diesen Token pausiert sind und pausiert bleiben.

Das Delisting geht nicht auf europäische Regulierung zurück. Kraken nennt als Grund, dass die Werte den eigenen Leistungs- und Compliance-Standards des Unternehmens nicht mehr genügen; es handelt sich also um einen internen Qualitätszyklus und nicht um eine Auflage der Aufsicht. Die Unterscheidung ist relevant, weil es seit dem Auslaufen der MiCAR-Übergangsfristen im Jahr 2026 auch regulatorisch getriebene Entfernungen gibt, die im Grundsatz jeden lizenzierten Anbieter gleichzeitig treffen. Kraken verfügt seit Juni 2025 über eine MiCA-Lizenz der irischen Zentralbank. Ein Token, der bei einer Börse verschwindet, kann bei einer anderen weiterhin handelbar sein.

Wie viele Kundinnen und Kunden betroffen sind, teilt Kraken nicht mit. Eine eigene Erhebung des Fachmediums CryptoTicker vom 21. August 2026 fand für 16 der 21 Token bei keiner von fünf geprüften europäischen Handelsplattformen eine aktive Einzahlungsmöglichkeit. Die Zählung stützt sich auf Tickersymbole und öffentliche Asset-Listen und wird von den Verfassern selbst als Untergrenze bezeichnet. Welche Anbieter in Deutschland unter MiCA tätig sind, zeigt unsere Übersicht der Krypto-Börsen.

Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit Risiken verbunden; ein teilweiser oder vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.